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Alles was Sie bei mir finden, wird von mir in liebevoller Handarbeit hergestellt. Sie erwerben immer ein Unikat.

Die Rohlinge werden im Winter während der "Saftruhe" gesammelt. Nach der Ernte verbringen die Rohlinge ein bis zwei Jahre im Stocklager.

Die Rohlinge werden dann gereinigt und anschließend gedämpft und in Form gebogen.

Dann beginnt der Prozess der Gestaltung von Griffköpfen und Knäufen sowie die Oberflächenbehandlung.  

Zum Abschluss erhalten die Stöcke dann eine passende Spitze und eine Schlaufe.

Holzarten:

Schwarzdorn (Prunus spinosa)

Holz:

Zäh, hart, ausdauernd, hohe Bruchfestigkeit

Rinde schimmert lederartig in verschiedenen rot und brauntönen,

zum Teil sogar fast schwarz.

Durch die Seitentriebe wunderschöne „Augen“.

 

Verwendung:

Früher beliebt für Werkzeugstiele, Landwirtschaft, Drechselholz. Beliebte Heckenpflanze

zur Einfriedung von Grundstücken, wird auch lebender Stacheldraht genannt. Bei der Ernte kommt der Stockmacher immer mit Blessuren aus der Hecke. Fast immer ein „krummer Hund“; d.h. muss nach dem Trockenen gedämpft und in Form gebogen werden. Früchte sind essbar und werden zur Schnapsherstellung genutzt.

Heute vor allem für hochwertige Wanderstöcke, Alpenstangen und Jagdstöcke in Gebrauch.

 

Weißdorn (Crateagus)

Holz:

Zäh, hart, große Rohdichte, schlichte eingängige Rinde

 

Verwendung:

Das Holz der Kelten. Es wurde für Stiele von Schmiedehämmern, Holznägel, Spindeln und zum Drechseln benutzt. Bei den Kelten eine beliebte Heckenpflanze zum einhegen (auch Hagedorn genannt) von Siedlungen und zum Werkzeugbau. Auf Grund seiner sparrig verzweigten Wuchsform selten in passender Größe für Stöcke zu finden. Sehr wehrhafte Pflanze mit starkem Dornenbewuchs welche den Stockmacher bei der Ernte gerne piesackt. Eine Rarität!!

 

Haselnuss (Corylus avellana)

Holz:

Der leichte Allrounder. Mäßig hart, sehr elastisch, schön in silber- gold- oder grüntönen schimmernde Rinde, relativ leicht.

Verwendung:

Hauptsächlich zum Schnitzen, Drechseln, Tischlerei und für Wanderstöcke.

Essbare Früchte und Holz das sich für das Flechten von Zäunen eignet.

 

Hartriegel (Cornus, lat. Horn)

Holz:

Sehr druckfestes, hartes, zähelastisches, wasserfestes Holz. Gilt als eines der härtesten einheimischen und europäischen Hölzer. Rinde braungrün mit leichter Maserung.

 

Verwendung:

Früher genutzt zum Drechseln, für Holznägel, Wagenräder, Zahnräder und schwere Türriegel, daher der Name Hartriegel. Die ersten Fassungen für seine optischen Linsen ließ Carl Zeiss (Optik) in Kornelkirsche, einem Hartriegelgewächs, fertigen.

 

Schon früh beliebtes Holz für Wanderstöcke und für Stöcke zur Selbstverteidigung. Auf Grund eines Großherzoglichen Verbotes, in der Weimarer Zeit im 19 Jahrhundert sich mit Blankwaffen zu Duellieren, bewaffneten sich die stets reiselustigen und aufmüpfigen Studenten mit Stöcken. Einer der beliebtesten Stöcke mit legendärem Ruf war der „Ziegenhainer Knotenstock“. Aus einem Hartriegelgewächs (Kornelkirsche) gefertigte Stöcke die selbst einem Degenhieb parieren konnten. Heute werden zwar noch Ziegenhainer Stöcke angeboten, dann aber nur noch aus Haselnuss gefertigt. Ich gehöre zu den wenigen Stockmachern die noch Stöcke aus Hartriegel anbieten.

 

Eiche (Quercus)

Holz:

Robuste, haltbare, sehr Witterungsbeständig und homogen. Rinde in jungen Jahren mit einer Art Camouflage artigem Muster (Tarnmuster) in Braun- und Goldtönen.

Verwendung:

Fässer, Dachbalken, Möbel, Treppen, Furniere und für Wanderstöcke. Im Mittelalter gerne auch für Dachstühle genutzt. Venedig ruht zum größten Teil auf Eichenstämmen, die auch nach Jahrhunderten im Wasser die Bauten tragen.

 

 

Kirschbaum (Prunus avium)

Holz:

Gilt als Edelholz, das Holz der Biedermeierzeit und des Jugendstils, gerne für edle Möbel und Furniere im Einsatz, mäßig hart bis hart und mittelschwer. Wunderschöne Rotfärbung im Alter.

Glatte Oberfläche mit schöner Maserung. Die Färbung kann durch ganz vorsichtiges Anschleifen der Rinde von dunkelgrau bis Bronzefarben variiert werden. Bei Verarbeitung mit Griffkopf erhält man wunderschön gemaserte Oberflächen die an Bernstein erinnern.

Obstgehölze wie die Kirsche sind aber auch interessant für die Herstellung ausgefallener Stöcke.

Oberflächen:

 

Ich schleife alle Oberflächen von Hand und bringe danach ein Öl- Wachsgemisch auf. Diese Oberfläche ist schmutzunempfindlich, wasserabweisend, abriebfest und ergibt eine griffsympathische Oberfläche. Sie ist 
holzgerecht offenporig, reißt nicht, blättert nicht und schuppt nicht ab. Der getrocknete Anstrich ist unbedenklich für Mensch, Tier und Pflanze (speichel- und schweißecht lt. DIN 53160, geeignet für Kinderspielzeug lt. EN 71.3).

 

Griffe:

 

Leder:

Vegetabil (pflanzlich) gegerbtes Bullendickleder mit 3 bis 4mm Stärke. Das Leder wird von Hand mit einer doppelten Sattlernaht vernäht. Alle Kanten werden poliert und gefettet (bitte gelegentlich nach fetten). Als Faden wird ein gewachstes Handnähgarn aus Polyester (Forellenfaden) der extrem reißfest ist verarbeitet.

 

 

Paracord:

Ich verwende ausschließlich original Military Paracord 550 MIL-C-5040 welches den Vorgaben des amerikanischen Militärs entspricht. Military Paracord 550 MIL-C-5040 hält eine Last von 550 Pfund ca. 247 kg. Sieben zweilagige Innenfäden machen das Paracord wasserfest, verrottungsfest und extrem haltbar.

 

 

Spitze / Bergstockspitze:

Tiefgezogene Bergstockzwinge mit massiver vernickelter Spitze und abnehmbarem Gummipuffer mit Stahleinlage. Die Spitze wird passgenau von Hand eingesetzt und wasserfest mit 2 K Epoxidharz und Stift befestigt. Der Gummipuffer dient zur „geräuscharmen“ Fortbewegung.

 

 

Spitze / Combi-Spike:

Kunststoffhülse mit Stahlschraube und abnehmbarem Gummipuffer mit Stahleinlage. Der Gummipuffer kann je nach Witterung abgenommen werden. Die Spitze wird geschraubt und kann getauscht oder zum Kürzen abgenommen werden